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Dies und das

BIXE TV Moderator Felix beim BR „Mitmischen“

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Mein Tag in der BR Sportredaktion

München, 14.06.2018 

„Wer lesen kann ist klar im Vorteil“, so wurde erst vor kurzen Thomas Müller (FC Bayern München) zitiert, als er sein Kinderbuch veröffentlichte. Genauso bin ich beim Lesen meiner Tageszeitung auf die Anzeige des Bayrischen Rundfunk „BRmitmischen“ gestoßen. Für den TSV Assling bin ich als Kassier und Pressesprecher tätig und konnte mich mit der Möglichkeit die der BR seinen Zuschauern und Lesern bietet gleich dafür begeistern und war „on fire“. Da muss ich hin, das muss ich mir anschauen. Gesagt, getan, Bewerbungsmail abgeschickt und kurze Zeit später folgte die Einladung, das ich dabei sein darf. Ein ganzer Tag in der Sportredaktion des BR, genial. An dem Tag hatte ich keinerlei Erwartung und wollte soviel wie möglich an Eindrücken mitnehmen um etwas für meine ehrenamtliche Tätigkeit als „Liveticker“ und das kommende TSV Assling-Projekt „Bixe TV“ dazulernen. Dafür war dieser Tag wie für mich gemacht um mir Tip´s und Tricks bei den Profijournalisten abzuholen.

Start war um 11:00 Uhr. Neben 3 weiteren „Mitmischern“ werden wir freundlich empfangen und erstmal mit Material und Besucherpass ausgestattet. Mit Claudia Duchene wurde uns ein „alter Hase“ als Organisator für diesen Tag zur Verfügung gestellt. Und mit „alter Hase“ meine ich nicht Ihr Alter sondern Ihr Wissen und Repertoire über das Sie verfügt. Quer über den BR Campus in Freimann erzählte uns Claudia gleich wo was zu finden ist und mit was die Sportredaktion zu kämpfen hat. Doch bevor wir uns ins Getümmel stürzen, erstmal Sport. Besser gesagt Kinesiologie. „Schaut euch mal den Manuel Neuer beim Aufwärmen im Stadion an“ erzählt Claudia „er macht nichts anderes als Kinesiologie“. Ein etwas älterer „Mitmischer“ Kollege schaut zunächst etwas skeptisch, was das den soll, aber Claudia schwört auf diese Technik und schwört uns damit ein, damit wir bereit sind für die Sportredaktion und das was in den kommenden Stunden an Informationsflut auf uns wirken wird. Nach 3 Übungen ist der Kopf frei und wir sind Aufnahmebereit. Hoch ins Studio, wo es jede Menge Schreibtische gibt, jeder Journalist kann sich an jeden Platz setzen, alle sind gleich ausgestattet. Radio, Fernsehen, Planung und Social Media, alle haben Ihren Platz und alle arbeiten zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Gar nicht immer so einfach für jeden Beitrag auch den passenden Journalisten parat zu haben. Krankheit, Urlaub überschneidente Projekte, da hilft das Radio dem Fernsehen und auch umgekehrt. In der Sportredaktion geht es schnell zu, da hat man nicht viel Zeit sich mit langen Namen zu beschäftigen. Hier duzt man sich, geht schnell und ist unkompliziert. Überhaupt es eine sehr familiäre Atmosphäre. Als erstes begegnen wir Frank Häring, er gewährt uns Einblicke in seine Arbeitswelt und erklärt uns wie das Business „Radio“ läuft. Am Bildschirm erklärt er uns die Software und die Quellen woraus die Beiträge entstehen und auf welche Nachrichten Agenturen Sie Zugriff haben. Claudia achtet bereits zu Beginn des Tages das es uns gut geht und wir uns wohl fühlen. „Trinkt mal etwas, trinken ist wichtig“ fordert sie während der ersten Vorstellungsgrunde ein. Zeit ist ein wichtiger Faktor bei Funk und Fernsehen, gleich ist es 5 vor 12. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wir dürfen mit ins Aufnahmestudio, wo Achim Hofbauer die Sportnachrichten im Radio präsentiert. Mit dabei ein Videoreporter der für das BR Intranet filmt und den „Mitmischtag“ filmtechnisch dokumentiert. Neben Filmen ist auch die Abteilung „Unternehmenskommunikation“ am Start und dreht mit für eine Insta-story. Claudia, die sich als Dinosaurier in der BR Welt bezeichnet sagt das nichts. Instagram Story, ist das was bei den jungen Leuten derzeit angesagt ist. Das neue Schlagwort des BR heißt aber „Trimedial“, eine Sache die so manchem Kopfzerbrechen bereitet. „TRI“ steht für die 3 Punkte Radio-Fernsehen-Digital. Bisher alles getrennte Sachen, aber in der heutigen Zeit muss jeder alles können und so soll in naher Zukunft der BR Journalist seine Beiträge multimedial eigenständig zusammenstellen. Licht, Ton, Text, alles muss der Journalist selber machen. Was heute viele Mitarbeiter des BR in verschiedenen Abteilungen bewältigen soll zukünftig noch schneller geschehen. Als Claudia uns das erzählt erinnere ich mich an die Dreharbeiten des BR als unser TSV-Spieler Markus Spötzl mit seinem Tor (Bayerntreffer) des Monats August 2017 und später sogar das Tor des Jahres, interviewt wurde. Ich dachte da kommen 3-4 Leute. Einer der interviewt, einer der sich ums Licht kümmert und einer der die Aufnahme und Ton im Griff hat. „Denkste“, es kam 1 Person, die alles selber gemacht hat, so wie Claudia es erzählt. Ein Wahnsinn, denke ich mir, es dürfte wenig wundern, dass daran die Qualität leitet. Der Druck Beiträge „in time“ zu liefern und das Licht Ton etc. passt, ist hoch. Aber alle BR Mitarbeiter, die wir getroffen haben füllen es mit einer Leidenschaft aus, die Sie dazu antreibt eine sehr gute Berichterstattung rüberzubringen. Immer ganz wichtig der Bezug zu Bayern.

Im Aufnahmestudio wird Achim nach seinem Beitrag von den Teilnehmern interviewt, jeder darf seine Frage loswerden und bekommt Sie ausführlich beantwortet. Frank und Claudia sind mit dabei und geben uns einen großen Einblick in Ihre Welt. Claudia schaut immer wieder zur Uhr, Sie ist es gewohnt unter Zeitdruck zu arbeiten und gibt jedem den Raum den er braucht um sich wohl zu fühlen. „Dann gibt es eben weniger Mittagspause“, gibt Sie mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Nächster Halt. Das kleine Facebook Studio der Sendung „Bankdrücken“ im unteren Stock der Sportredaktion, hier ist Oliver Wütscher zu Hause, kurz Olli genannt. Ein kleines Studio was eine Umkleidekabine ist mit ganz vielen Trikots und Sitzbänken. Olli tritt herein und stellt sich kurz vor „Vergiss alles was der BR in der Vergangenheit gemacht hat“ wie machen es nun anders. Olli betreut die Social Media der BR Sportredaktion. Facebook, Twitter und Instagram ist sein Bereich, er steht für das neue junge dynamische BR.

Wieder eine Etage höher hin an den Schreibtisch von Evi Hübener, Sie ist diese Woche so etwas wie die Frau für alle Fälle. Wochenjournalist war glaube ich die Bezeichnung, so richtig bin ich mir da aber nicht. Bei so vielen Eindrücken die man erhält. Evi nimmt sich 1 Stunde für uns Zeit und erklärt uns Ihren Bereich. Mit viel Geduld zeigt Sie uns, wie ein Beitrag entsteht. Ich stelle eine gewisse Ähnlichkeit zu dem sportlichen Ehrenamt fest. Einem Vorstandsmitglied und einem BR Sportjournalisten geht es ähnlich, für den Verein und den BR ist man immer im Einsatz. Auch in der Freizeit wird auf mögliche „News“ geachtet und gleich für einen nächsten Beitrag verwendet. Auch wenn es 22:00 am Abend ist und man schon lange Feierabend hätte. Dank des Internet können viele auch von zu Hause ausarbeiten. Evi hat bereits Ihren Beitrag fertig und grünes Licht von Cvd erhalten (Chef vom Dienst). Nun sollen wir einmal den Beitrag vollenden. Das heißt. Ton und Stimmen zusammenschneiden, so das es fertig ist zum Senden. Routiniert geht Sie an die Regler und koordiniert die Aufnahme: „Dann spreche mal“ sagt Evi zu mir. Das gesprochene Wort muss einen gewissen Pegel erreichen und wird eingestimmt. Dann bekomme ich Ihren selbst geschriebenen Text und die Aufnahme läuft. Ich bin etwas aufgeregt und habe einen kleinen Versprecher. Aber das System scheint es selbst bemerkt zu haben und die Aufnahme wurde nicht gespeichert 😊. Also nochmal das Ganze. Schon etwas flüssiger bringe ich den Text im 2. Versuch rüber. Schnell noch meine Worte und die 5 Tonschnipsel, die Evi sich rausgesucht hat zusammengecuttet und fertig ist der Beitrag. Wow, das ging aber schnell. Zeit ist Geld und die Zeit in Funk und Fernsehen ist knapp bemessen. Beiträge mit 2:30 Minuten ist die Grenze, es gibt schon mal 3:30 oder länger. Wer seinen Beitrag zu lang hat, muss nacharbeiten. Es zählen Sekunden. Leider wollte die Technik nicht wie wir wollen, so haben wir 8 Minuten überzogen und gehen 13:38 in die Mittagspause. Auf dem Weg dorthin erzählt Claudia von Ihrer „alten Zeit“ und Ihrem Moderatoren Idol Reinhold Beckmann zu alten „ran“ Zeiten. Überwältigend mit welcher Power und Leidenschaft Claudia uns durch die Räume führt, immer schnellen Fußes, auch wenn Sie sich zum Dinosaurier des BR zählt, wirkt Sie auf mich wie eine 18-jährige die frisch und frei raus „Vollgas“ gibt für Ihre Sportredaktion und Ihr Team.

13:45 Mittagspause, erstmal stärken und „viel trinken“ erinnert uns Claudia daran. In der Mittagsause bleibt Zeit für einen Smalltalk und Einblick in die eher private Sicht eines Journalisten. Zeit zum Durchatmen. Für die Verpflegung lädt uns der BR auf seine Kosten ein, auch wenn Claudia die falsche Karte erhalten hat, über die es abzurechnen ist. Schnell zückt Sie Ihre Karte und rechnet es darüber ab. Für eine andere Lösung bleibt keine Zeit. Flexibilität und Dynamik sind prägende Elemente der Journalisten.

14:45 wir haben nun Planungskonferenz, alle Bereiche kommen zusammen und besprechen die kommende Woche. Die Onlineabteilung, Radio und Fernsehen sitzen gemeinsam im Konferenzraum. In der Zwischenzeit wurde für uns Teilnehmer ein paar weitere „Goodies“ platziert, die wir mitnehmen dürfen. Die RvD (Redakteurin vom Dienst) Corinna Halke-Teichmann wird per Telefon zugeschalten und los geht’s. Welches Material haben wir, was wollen wir machen, was können wir leisten. Zielstrebig wird Tag für Tag für die kommende Woche durchgegangen. An 2 Tagen gibt es einen personellen Engpass, wer den Beitrag machen kann wird später geklärt. Nach ca. 35 Minuten sind wir durch. Jeder weiß was er zu tun hat. „Habt Ihr etwas getrunken, das ist wichtig“ erinnert uns Claudia daran auf uns zu achten. Im Anschluss an die Konferenz erzählt uns Ulla Holthoff von der knappen Sendezeit die die Sportredaktion erhält. Der Druck im Sport ist groß, Lizenzen und Sendrechte ein großes Thema. Vor 20 Jahre hatte man viel mehr Sendezeit als heute. Auch ein Grund warum die beliebte Sendung „Blickpunkt Sport“ im BR von montags 20:15 auf Sonntag 21:45 verlegt wurde. Viele Sportverbände betreiben Ihr eigenes Fernsehen und vermarkten sich selbst. Das macht es der BR Sportredaktion nicht leicht. Auch auf den sinnvollen Umgang mit den Gebühren, die die Sportredaktion für zugekauftes Material einkaufen darf, wird genau geachtet. Oberstes Credo ist Beiträge über dir BR Journalisten zu leisten und wenn möglich „lizenzfreie“ Beiträge zu verwenden.

15:45 Ab ins Nachbargebäude zu den Fernsehleuten und ins Studio der Abendschau. Wir schauen uns die Regieleitung an, Monitore an Monitore soweit das Auge reicht. Hier „regiert“ ein weiterer Dinosaurier wie Claudia Sie liebevoll nennt. Leider habe ich mir Ihren Namen nicht gemerkt. Alle begrüßen uns freundlich und erzählen was Ihr Aufgabe ist. Claudia kennt Sie alle und hat alles Mögliche beim Fernsehen schon selbst gemacht, für mich so etwas wie ein Tausendsassa in Ihrem Geschäft. In der BR Sportredaktion scheint Sie Ihre Heimat gefunden zu haben. Es ist in der Fernsehbranche üblich das die Älteren gegen Jüngere getauscht werden. „Dürfen wir ins Studio?“ kein Problem, machen wir sofort. Einige Mitmischer wollen bei der Fernsehsendung am Abend, der „Abendschau“ dabei sein. Alles kein Problem, kurzes Gespräch mit dem Aufnahmeleiter und „grünes Licht“. Während des ganzen Tages hat man überhaupt nicht das empfinden das wir „stören“. Es ist glaube ich üblich, das ein kommen und gehen in den Räumlichkeiten herrscht, da fallen wir 5 „Sportfuzzies“ überhaupt nicht auf. Schnell ein Foto auf der Abendschau-Couch: „Der Nächste bitte!“. Claudia erfüllt uns wirklich jeden Wunsch. Wir ziehen weiter, vorbei am Fuhrpark des BR, die Autos stehen „Abfahrbereit“ mit Equipment im Innenteil des Campus. Claudia zeigt uns die Server auf den alles digital gespeichert wird. Ein Backup ist natürlich vorhanden. “Sonst haben wir ein Problem“ sagt Claudia. Wir dürfen in die MAZ, wieder reiht sich ein Monitor an den anderen, hier wird geprüft ob die Leitungen zu Korrespondenten stehen. Vorbei an vielen Büros wo sich Menschen tummeln, überall laufen Fernseher für die Fußballweltmeisterschaft. Das Thema Nummer Eins derzeit. Wir klopfen an der Türe der Abteilung „Notarzt“. Ich nenne Sie so, weil ich mir die richtige Bezeichnung nicht gemerkt habe, aber das was Sie machen, kommt einem Job als Notarzt sehr gleich. Wann wo wer auch immer im BR seinen Beitrag nicht finden kann, oder sonst ein technisches Problem hat, dem wird hier geholfen. „Eine ganz ganz wichtige Abteilung“ laut Claudia. Direkt neben dem Notartbüro das genauso wichtige Büro, das mich ebenfalls nicht merken konnte. Aber die Kollegin darin war entspannt, die Technik läuft und bis zur Abendschau ist ja noch eine Stunde Zeit. Wir schießen über die Gänge vorbei an den Vertonungsstudios und schnell nochmal zum „Schneider“ Nils Hahn. Er ist heute für den Schnitt der WM Eröffnungspartie zuständig und schneidet während das Spiel und Vorprogramm läuft, bereits erste Beiträge zusammen, aus der sich später viele ARD und BR Journalisten bedienen dürfen. Niels Hahn? Den kenne ich doch. Das ist der BR Mitarbeiter, der bei uns am „Bixe“ (Sportplatz in Assling) die Aufnahme über Markus Spötzl sein Tor gemacht hat.

16:45, wir sind wieder zurück in der Sportredaktion, wir schauen nochmal bei „Olli“ vorbei. Eine „1 Mann Abteilung mit einem 24 Stunden Job“ so würde ich es für mich sehen. Vieles von dem was Olli macht betreiben auch wir in unserem Fußballverein. Was dem BR Sport sein Oliver Wütscher ist beim TSV Assling Uwe Sick, er macht genau das gleiche wie Olli. Facebook checken, Instagram Storys prüfen. Liken, teilen posten. Olli ist „always on“. Immer im Netz unterwegs, auch in seiner privaten Freizeit schaut er was er für den BR verwenden kann. Er selbst gönnt sich vielleicht 2 Wochen im Jahr, wo er nicht im Internet unterwegs ist. Eine Art Sabbatical, 2 Wochen ohne Internet. Stolz berichtet er von einem Video was über 2 Millionen User sich angesehen haben. Dank Facebook und Co sind die Clicks etc. in Zahlen messbar. Ich bin beeindruckt. Etwas was ich mir für meine Liveticker-Tätigkeit auch wünsche. Olli brennt für sein Gebiet und spricht mir aus der Seele. Er macht das was die jungen Leute sehen wollen, er hat alle Spieler der ersten und zweiten Fußballbundesliga bei Twitter im Visier, wenn einer etwas „postet“ entgeht ihm nichts. „Bevor die es beim Fernsehen wissen, weiß ich es schon lange“ gibt Olli schmunzelnd zu Protokoll. Unter den Abteilungen herrscht ein reger Austausch. Wenn Olli eine wichtige Nachricht aus dem Social Media Bereich fischt, gibt er Sie natürlich an seine Kollegen weiter, damit diese darüber informiert sind und Beiträge erstellen können.

17:00 Das WM Eröffnungsspiel fängt an und alle blicken gespannt nach Russland. Wir stärken uns nochmal im Konferenzraum und holen unsere Sachen, ehe uns Claudia zurück ins Fernsehstudio bringt, damit wir bei der Fernsehsendung am Abend von 17:30 bis 18:30 live dabei sein können. Ich würde viel lieber in der Sportredaktion bleiben und das Eröffnung Spiel dort Anschauen. Auch wenn überall Fernseher laufen, so müssen doch auch alle nebenbei arbeiten. Ich nehme alles mit was der BR uns anbietet, also folge ich den „Mitmischern“ ins „Abendschau-Studio“. Wir verabschieden uns bei allen Beteiligten. Fritz Häring erkundigt sich nochmal bei den „Mitmischern“ wie der Tag war und Ulla gibt uns Ihren Ergebnis-Tipp mit auf den Weg wie das Spiel Russland gegen Saudi-Arabien ausgehen wird. „3:0“ sagt Sie und Claudia kontert lachend „Keine Ahnung hat die Ulla 😊“. Wie schon erwähnt, familiär eben, eine Umgangsart die mir gefällt. Ulla Holthoff ist bekennender Fan von Borussia Dortmund, während Claudia den FC Bayern München supportet. Man kennt sich und schätzt sich. Am Vortag haben sich Ulla und Claudia duelliert. Wer kennt alle Kapitäne der WM Teilnehmer mit vollständigen Namen. Sieger war Ulla. Ich bin der Meinung das ich ein gutes Fußballwissen habe, aber das hätte ich nicht hinbekommen. Wir sind im Filmstudio angekommen und Claudia hat es geschafft. Wir verabschieden uns. Während der einen Stunde dürfen wir auch zwischen dem Studio und der Regieleitung hin und herwechseln. In der Regieleitung sitzt das Herz beim Fernsehen, „Bild ab“, „Das Jackett sitzt nicht richtig“, „Die Kette glitzert zu sehr“, die Anweisungen bekommen die Moderatoren direkt aufs Ohr.

Nach 18:30 sind auch die „Mitmischer“ in Ihrem Feierabend. Alle tiefbeindruckt vom Ablauf und mit Dank erfüllt, das der BR den Zuhörern und Lesern einen Einblick gewährte. Einen Tag, den ich nie vergessen werde. Ein besonderer Dank an Claudia Duchene. Sie ist für den BR ein echtes „Goldstückl“. In meiner „Dankes-Email“ an Sie schrieb ich später folgendes: Eigentlich sage ich das nur zu meiner Frau. Aber du bist die BESTE. Am besagten Tag hatte ich 2 „Beste“ Frauen. Claudia und meine Ehefrau. Meine Frau war es auch die mir sagte, dass ich mich für den Tag bewerben soll, ich hätte es sonst nicht gemacht und diesen wundervollen Tag erlebt.

P.S. Auf der Heimfahrt höre ich im Radio, das es 3:0 für Russland steht, ich bin baff:“ Hat die Ulla aber richtig Ahnung vom Fußball“. Auch wenn am Ende Russland 5:0 gewinnt und der Job in der Sportjournalistenwelt eine brutal schnelle und stressige ist, so ist jeder mit einer Leidenschaft dabei die man nur loben kann. Ich höre nun anders Radio und schaue ganz anders auf Funk und Fernsehen. Die Arbeit davor und danach sieht keiner, ich durfte es an dem Tag erleben. Ein großes Dankeschön an den BR.

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